Tierschutzaktionen

Tierschützer kennen das. Man opfert viele Feierabende, um einem Tier zu helfen. So auch in dem Fall von Katze Miezi. Nachdem sie und ihre Geschwister durch den Tierschutzverein Selm kastriert und wieder an der Futterstelle freigelassen wurden, ergaben sich neue Probleme. Die Katzen waren auf einmal auf sich allein gestellt. Unsere ehrenamtlichen Helfer ließ das keine Ruhe. Jeder Tierschützer weiß, wie schwer es ist, ein Zuhause für wilde Katzen zu finden. Do...ch es ist gelungen. Die Einfangaktionen erwiesen sich als sehr schwierig und langwierig. Gestern ging Miezi als Letzte endlich in die Falle. Sie und ihr Bruder haben jetzt einen ganz tollen neuen Wirkungskreis an einem privaten Reitstall. Zwar müssen sie jetzt einige Wochen noch in einem großen Raum verbringen, damit sie sich an die neue Umgebung gewöhnen, aber da sie jeden Tag betreut werden, wird das Vertrauen in Menschen immer größer.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Mitgliedern Bine und Dunja für ihr Durchhaltevermögen, das zu diesem Happy-end führte.

 

 

 

 Leben mit behinderten Tieren

Behinderte Tiere erwecken bei vielen Menschen Mitgefühl, aber trotzdem bringen es nur wenige über sich, so einem Vierbeiner ein Zuhause zu schenken.

Tiere akzeptieren ihr Schicksal meist viel schneller und passen sich der Situation an.
Ein Beispiel, wie sie ihr Leben meistern und genießen, ist der ca. 6 Jahre alte Kater Baghira, kurz liebevoll Baggi genannt.

Baggi lebt auf einer Pflegestelle. Dort wird er wahrscheinlich auf Dauer untergebracht sein, da sich niemand für ihn erwärmen kann. Er bewegt sich mit traumwandlerischer Sicherheit in der Wohnung, versteht sich blendend mit seinen Artgenossen und auch den dort lebenden Hunden. Er ist immer fröhlich, verspielt und sehr verschmust. Man merkt ihm deutlich an, wie sehr er sein Leben liebt und genießt.

Viele Tierschutzvereine haben blinde Hunde und Katzen in ihre Obhut genommen und suchen dringend ein gutes und verständnisvolles Zuhause.

Eines ist ganz sicher, in den richtigen Händen erweisen sich diese Tiere als wunderbare Familienmitglieder.

Gebt ihnen doch einfach eine Chance.
 

 

Kastration verhindert Katzenleid
Katzenkinder sind süß und hinreißend und tapsig, für sie ist das Leben noch wundervoll. Aber aus aus den kleinen Kitten werden erwachsene Katzen, die dann oft keiner mehr will. Endstation Tierheim oder sie werden ausgesetzt. Tierheime und Tierschutzvereine tragen dann die Folgen des kätzischen Kittensegen.
In Deutschland leben knapp geschätzt etwa zwölf Millionen Hauskatzen, viele davon ganz oder teilweise verwildert. Kater sind schon mit fünf bis sechs Monaten geschlechtsreif, weibliche Katzen haben ihre erste Rolligkeit schon um den fünften Lebensmonat und sind dann bereit für Nachwuchs. Herbstkatzen beginnen meisten schon früher. Eine Katze wirft zwei und sechs Jungen pro Wurf. Wenn nur zwei Welpen pro Wurf überleben, dann sind das schon 12 Millionen Maikätzchen, da Katzen gerne jährlich zweimal werfen, kommen fast jeden Herbst noch ein paar Millionen Katzenjungen hinzu. werden diese nicht kastriert, zeugt ein einziges Katzenpaar in nur drei Jahren 300-400 Nachkommen. Die Nachkommen sorgen dann für eine Bevölkerungsexplosion unter den Katzen.
Trotz aller Aufklärung der Tierheime, Tierschutzvereine sind immer noch sehr viele Hauskatzen unkastriert. Bei vielen Leuten hält sich immer noch die Meinung, dass " Katzen schon irgendwie durchkommen" Stimmt aber nicht! Wir leben in Großstädten und die eignen sich schlecht für ein Revier der Katzen als Jäger. Es liegt vor allem an der hohen Population, den immer stärker ausbreitenden tödlichen Viruskrankheiten. Dazu kommen Nässe, Kälte, Giftköder, Ratengift, verschlossene Mülltonnen usw.. Die Katzen sind von Grund aus geschwächt, das Immunsystem funktioniert nicht mehr richtig. Es drohen Tod und Erkrankungen.